Partizipativ · intersektional · machtkritisch. Gendersensible Arbeit bedeutet für mich, Räume zu schaffen, in denen Geschlechtervorstellungen reflektiert und stereotype Rollenbilder aufgebrochen werden können. Mein Fokus liegt auf dem Empowerment von MINTA* (Mädchen, inter, nicht-binär, trans, agender) Jugendlichen.
Dabei orientiere ich mich am Diskriminierungsverbot des Artikels 8 der Schweizer Bundesverfassung. Als Fachperson der Sozialen Arbeit erkenne ich an, dass eine unterschiedliche Behandlung nicht diskriminierend ist, wenn sie darauf abzielt, bestehende strukturelle Ungleichheiten abzubauen und Chancengleichheit wiederherzustellen (AvenirSocial, 2026).
„Niemand darf diskriminiert werden…“ (Art. 8 Abs. 2 BV). Gleichberechtigung braucht manchmal gezielte Freiräume.



Meine Haltung zur Gleichberechtigung
In meiner Praxis lebe ich die Gleichstellung aller von Diskriminierung und Intersektionalität betroffenen Personen aktiv. Ein konkretes Beispiel ist der Girls* Only-Treff. Dieses Angebot schafft einen geschützten Raum, um geschlechtsspezifische Benachteiligungen aufzuarbeiten.
Dabei verzichte ich bewusst auf einen Boys Only-Treff, da die gezielte Förderung von MINTA*-Personen fachlich begründet ist, um historische und strukturelle Barrieren abzubauen.
Reflexion: Stereotypische Angebote
Lebensweltorientierung bedeutet, die Interessen der Jugendlichen ernst zu nehmen – auch wenn diese stereotyp wirken (z.B. Nail-Art oder Backen). Aber: Ein Angebot ist erst dann gendersensibel, wenn es Raum für Reflexion bietet, Klischees nicht zementiert, sondern als Türöffner für Empowerment und Gemeinschaft nutzt.
Angebote
- MINTA* Meetups & Projektwochen
- Gendersensible Projektarbeit (Flyergestaltung, Social Media)
- Workshops zum Thema Körperbild & Identität
- Präventionskampagnen zum Internationalen Frauentag
- Mädchen*-Partys & Vernetzungsevents
Haltung
Ich arbeite mit einem intersektionalen Blick, der Vielfalt (Diversity) anerkennt und Diskriminierungsmechanismen kritisch reflektiert. Jede Identität verdient Respekt und einen Platz, an dem sie sich ohne Angst vor Abwertung entfalten kann.